Seekultur wird hiermit wieder eröffnet. Wenn Sie Künstler(in) sind und Hilfe beim Publishing suchen, sind Sie hier richtig.
Es gibt inzwischen kriminelle Abzocker, zu denen leider auch Rechtsanwälte gehören. Diese haben ein Geschäftsmodell daraus gemacht, urheberrechtlich geschütztes Material bei Gutgläubigen unterzuschieben. Daher konnte das ursprüngliche Konzept dieser Seiten nicht aufrecht erhalten werden. Mehr dazu weiter unten.
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Manche von Ihnen haben vielleicht bemerkt, dass wir inzwischen ein neues Jahrtausend haben. Entsprechend hat auch dieses Projekt sich verändert. Aus dem ursprünglichen Freespace-Projekt ist eine Webagentur geworden, die hauptsächlich für Kunst und Künstler arbeitet. Der Bereich Webdesign ist ebenso erhalten geblieben wie der von Anfang an wichtige Bereich der Grafik und Fotografie. Experimentelle Literatur ist weiterhin auf Seekultur zu finden, Sie werden aber feststellen, dass sie etwas organisierter aussieht. Einige der JavaScripts aus dem letzten Jahrtausend haben jetzt tatsächlich aufgehört zu funktionieren. Dementsprechend finden Sie in manchen der Literaturseiten noch echt antike Scripts. Bis sie adäquat ersetzt werden können, bleiben sie erstmal, wie sie sind. Das Projekt "Lesen ohne Druck" bleibt insofern auch aus historischen Gründen online. |
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Insbesondere am Bereich Fotografie wurde eifrig gearbeitet. Unter "herrliches Ravensburg" finden Sie Fotos von Schmetterlingen, Libellen, verschiedensten Tieren, Pferden, Schafen, Wildschweinen, Hunden, Amphibien, Spinnen und Insekten (gemischt), Blüten, Landschaftsbilder und Waldbilder. Alle Bilder stehen unter einer creative commons-Lizenz, da die Seekultur schon immer dem Gedanken der Gemeinnützigkeit verpflichtet war. Eine Kurzbeschreibung zu Inhalt und Motivation finden Sie auf der Umweltschutz-Seite. Hier finden Sie viele Bilder vom Bodensee, aber auch vom weiteren Bodenseegebiet und Oberschwaben. Der fotografische Schwerpunkt liegt darauf, die Schönheit der Tier- und Pflanzenwelt zu zeigen. "Herrliches Ravensburg" ist als kommerzielles Projekt geplant. Firmen aus Ravensburg finden hier eine Werbeplattform.
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Ebenfalls unter einer creative commons License stehen die mehr als hundert Gedichte auf dem neuen "Gedichtautomat", die Sie beliebig kopieren und verbreiten können, sofern Sie den Namen des Urhebers nicht entfernen. Sie finden hier Liebesgedichte ebenso wie Gedichte zu verschiedensten Anlässen, Weltschmerzgedichte ebenso wie Komisches. Einige Texte in Englisch sind ebenfalls dabei. Die beliebten Kindergedichte (danke für viele freundliche E-Mails dazu) werden gegenwärtig überarbeitet. Da ich nicht zeichnen kann, muss ich zum Illustrieren Fotos benutzen. Wer zeichnerisch begabt ist und mitarbeiten mag, kann sich gern an mich wenden.
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Wie eine schlanke Künstlerseite aussehen kann, sehen Sie im Design der Webseiten für die Künstlerinnen Juliane Kayser und Lilli Weber. Diese Seiten zeigen auch, wie Kunst sich jenseits der Jahrtausendkante im Internet präsentieren sollte: nämlich als Ausschnitt, Schaufenster und Werbung. Stellen Sie Ihre Kunst nicht mehr in Bausch und Bogen online, sondern suchen Sie einen Multiplikator. Wenn Sie wissen wollen, wie Sie dies am erfolgreichsten umsetzen, wenden Sie sich an den Publishing-Bereich. Unter dem Label "Maxiplication" bieten wir Verbreitungs-Services für Kunst, Kreatives und Ideen an. Die Verbreitungs-Strategien, die maXiplication nutzt, lassen sich auch kommerziell einsetzen. Dementsprechend arbeitet maXiplication auch für Firmen im Bereich Marketing.
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Das Projekt SEEKULTUR war ein nichtkommerzielles Projekt, dessen Sinn darin bestand, Künstlern eine kostenlose und werbefreie Plattform im WWW zu schaffen. Auch die Erstellung der Webseiten war kostenlos. In hunderten von Arbeitsstunden war eine Sammlung zeitgenössischer Kunst entstanden, die Texte, Skulpturen und Grafiken von mehr als 20 Künstlern zeigte.
Die Seekultur sollte immer kostenlos und werbefrei bleiben. Daher wurde soviel freie Software wie möglich benutzt. Auch die verwendeten Gestaltungselemente waren häufig freie Sammlungen von Grafiken, Icons und Fotos. Da auch ich meine eigenen Grafiken und Buttons zur freien Benutzung ins WWW stelle, benutzte ich Bilder aus der Public Domain.
Leider gibt es inzwischen in Deutschland ein Geschäftsmodell, das darauf beruht, dass SCHEINBAR FREIGEGEBENE Bilder untergeschoben werden. Häufig werden auch Bildrechte nachträglich eingekauft, obgleich das zugehörige Bild seit Jahren als "frei" durchs Internet geistert.
Ausschließlich in Deutschland greifen dann so genannte "Abmahner" mit exorbitanten Kostennoten an. Wohlgemerkt, die Haftung trifft denjenigen, die oder der das jeweils strittige Bild veröffentlicht, und sie ist unabhängig vom Verschulden.
Seekultur bestand am Schluss aus mehr als 1000 Internetseiten und ca. 1500 Grafik-Elementen. Es war einfach nicht möglich, festzustellen, welche nun aus "copyright-freien" Sammlungen stammten und welche im Verlauf von zehn Jahren selbst hergestellt wurden. Da viele Künstler Bildelemente eingereicht hatten und auch hier keine Chance bestand, mit absoluter Sicherheit auszuschließen, dass ein Fehler gemacht wurde, war das Risiko nicht mehr tragbar. Wäre nur ein einziges Foto dabei gewesen, dass irrtümlich (oder böswillig) als "FREI" ins WWW eingespeist wurde, wären (nur in Deutschland) angebliche "Lizenzgebühren" in einem fünfstelligen Bereich entstanden. Und das, obwohl kleinformat-Bilder wie Buttons oder Minibilder auf dem Bildermarkt so gut wie wertlos sind.
Auch wenn ich mit einer Rechtsanwältin verheiratet bin: das Risiko war schlicht zu groß. Solange eine kleine Gruppe deutscher Richter gewerbsmäßigen Abzockern die Stange hält, wird das deutschsprachige WWW vor allem die Angebote verlieren, die - wie die Seekultur - nichtkommerziell und gemeinnützig sind.
Wenn Sie Künstler sind und auf Seekultur ausgestellt haben, mailen Sie bitte an redaktion[at]seekultur.de, Sie können alles, was Sie eingereicht hatten, selbstverständlich zugeschickt bekommen. Ich erstelle auch wieder Künstlerseiten, allerdings nur mit eigenem Impressum unter voller Verantwortung der Künstler.
Wer auf meine Publishing-Kompetenz zurückgreifen will, kann sich an maXiplication.de wenden. Wer Gedichte lesen will, kann auf den Gedichtautomat gehen.
Ich bin sehr traurig darüber, dass das ursprüngliche Konzept, das ganz und gar idealistisch und altruistisch ausgerichtet war, an der Dummheit und Gier einiger Abzocker scheiterte.
Bleibt zu hoffen, dass der neue Ansatz Quantität durch Qualität ersetzen kann; dass die jetzt entstehenden Künstlerseiten durch Wirksamkeit wettmachen, was sie an Masse verloren haben.
